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John Deere: Eigentümer, Gründer, größte Fabrik & Bill Gates

Maximilian Bauer Weber • 2026-06-28 • Gepruft von Daniel Becker

Wer schon einmal einen Traktor in sattem Grün gesehen hat, weiß: Das ist John Deere. Aber wem gehört das Unternehmen, und wie wurde aus einer Schmiede in Illinois ein milliardenschwerer Konzern?

Gründungsjahr: 1837 ·
Hauptsitz: Moline, Illinois, USA ·
Umsatz (2022): ca. 52 Mrd. USD ·
Mitarbeiter: ca. 82.000 ·
Größte Fabrik: Waterloo, Iowa ·
Börsenkürzel: NYSE: DE

Kurzüberblick

1Geschichte
  • Gründung 1837 durch John Deere (Wikipedia)
  • Erfindung des selbstreinigenden Stahlpflugs (Wikipedia)
  • Wachstum zum Weltkonzern (Wikipedia)
2Eigentum
  • Börsennotiert an der NYSE (Wikipedia)
  • Streubesitz mit institutionellen Anlegern (Wikipedia)
  • Bill & Melinda Gates Foundation als Großaktionär (Wikipedia)
3Produkte
  • Traktoren und Mähdrescher
  • Baumaschinen und Forstmaschinen
4Standorte

Sechs zentrale Kennzahlen auf einen Blick: von der Gründung 1837 bis zum Umsatz von rund 52 Milliarden US-Dollar.

Gründungsjahr 1837
Hauptsitz Moline, Illinois, USA
Umsatz (2022) ca. 52 Mrd. USD
Mitarbeiter ca. 82.000
Größte Fabrik Waterloo, Iowa
Börsenkürzel NYSE: DE

Welchem Land gehört John Deere?

John Deere ist ein amerikanischer Konzern mit Hauptsitz in Moline, Illinois. Das Unternehmen ist an der New Yorker Börse notiert (NYSE: DE) und gehört seinen Aktionären – darunter institutionelle Anleger wie die Bill & Melinda Gates Foundation (Agri Marketing). Trotz globaler Produktion bleibt John Deere fest in US-Hand.

Wer ist der Eigentümer von John Deere?

Die Aktien von Deere & Company befinden sich im Streubesitz. Größte Einzelaktionärin ist die Bill & Melinda Gates Foundation, die über Cascade Investment LLC Anteile hält. Bereits 2011 wurde Cascade als größter Aktionär gemeldet, damals mit rund 5 % der Aktien (Agri Marketing).

Die Pointe

Ein Landmaschinenkonzern, der mehrheitlich von institutionellen Anlegern kontrolliert wird – darunter eine der größten Stiftungen der Welt.

Ist John Deere noch ein amerikanisches Unternehmen?

Ja, der Hauptsitz und die Aktiennotierung sind in den USA. Alle wichtigen strategischen Entscheidungen fallen in Moline. Die größten Produktionsstätten stehen in Iowa und Illinois – das Unternehmen ist tief in der amerikanischen Wirtschaft verwurzelt.

Fazit: John Deere bleibt ein US-Konzern in amerikanischem Streubesitz. Anleger, die auf langfristige Stabilität setzen, finden in der Aktie einen soliden Wert. Kritiker weisen auf die Abhängigkeit von Agrarkonjunkturzyklen hin.

Wer war John Deere und was hat er getan?

Der Gründer John Deere war ein Schmied aus Vermont. 1837 zog er nach Grand Detour, Illinois, und erfand dort den ersten selbstreinigenden Stahlpflug – eine Revolution für die Landwirtschaft der Prärie (Wikipedia). Aus der kleinen Schmiede wuchs ein Weltkonzern.

Die Gründung der Firma 1837

John Deere fertigte den Pflug aus einer zerbrochenen Sägeklinge. Der Stahlpflug reinigte sich von selbst bei der Arbeit – ein entscheidender Vorteil gegenüber gusseisernen Modellen. Das Unternehmen verlegte den Sitz bald nach Moline, wo der Mississippi Schifffahrtswege bot.

Vom Schmied zum Industrieunternehmen

Bis 1914 baute Deere vor allem Pflüge und andere Geräte. Mit dem Kauf der Waterloo Gasoline Engine Company im Jahr 1918 stieg das Unternehmen in den Traktorenbau ein (Wikipedia). Der Waterloo Boy Traktor wurde zum Symbol der Mechanisierung.

Warum das wichtig ist

Die Erfindung von 1837 veränderte die US-Landwirtschaft fundamental. Heute ist John Deere der größte Landmaschinenhersteller der Welt – ein direkter Weg von der Schmiede zum globalen Player.

Fazit: John Deere war kein Theoretiker, sondern ein Praktiker. Seine Erfindung löste ein echtes Problem der Siedler. Für Historiker ist die Firmengeschichte ein Paradebeispiel amerikanischen Unternehmertums.

Wo ist die größte Fabrik von John Deere?

Der größte Produktionsstandort von John Deere liegt in Waterloo, Iowa. Das Werk, offiziell „John Deere Waterloo – Tractor Operations (TO)“, erstreckt sich über mehrere Areale der Stadt (Silos & Smokestacks National Heritage Area).

Die Waterloo Factory in Iowa

Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg produzierte das Werk Traktoren. Im Krieg wurden dort auch Rüstungsgüter gefertigt (National Park Service). Heute gehört das Gelände zu den größten Traktorenfabriken der Welt.

Was wird dort produziert?

Im Waterloo-Werk werden mittlere und große Traktorenmodelle gegossen, bearbeitet und montiert. Die gesamte Wertschöpfung – vom Guss bis zur Endmontage – findet auf dem Gelände statt. John Deere unterhält weltweit ein Netzwerk von Händlern, die Service und Teile anbieten.

Fazit: Waterloo ist das Herz der John‑Deere‑Produktion. Wer einen großen grünen Traktor fährt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Stück Iowa unter der Haube. Für Liebhaber der Marke ist ein Besuch des Werks ein Muss.

Wie viel besitzt Bill Gates von John Deere?

Bill Gates persönlich hält keine direkten Aktien von Deere. Seine Beteiligung läuft über die Bill & Melinda Gates Foundation und deren Investmentgesellschaft Cascade Investment LLC. Der Anteil schwankte in den letzten Jahren erheblich.

Bill Gates Anteil über die Bill & Melinda Gates Foundation

  • 2011: Cascade Investment hielt knapp 21 Millionen Deere-Aktien, etwa 5 % (Agri Marketing).
  • 2012: Der Anteil stieg auf rund 7 % – 27,5 Millionen Aktien (Farm Equipment).
  • 2019: Cascade überschritt die 10‑Prozent-Schwelle mit mehr als 31,5 Millionen Aktien (RER Magazine).
  • 2021: Bill Gates übertrug 2,25 Millionen Deere-Aktien im Wert von über 850 Millionen US-Dollar an Melinda French Gates im Zuge der Scheidung (The Wall Street Journal). Nach der Übertragung sank der öffentlich gemeldete Anteil auf etwa 9,3 % (Fox Business).

Wann kaufte Bill Gates John Deere-Aktien?

Die Bill & Melinda Gates Foundation begann spätestens 2009 mit dem Kauf von Deere-Aktien. Erste größere Bestände wurden 2011 öffentlich bekannt. Seitdem hat die Stiftung ihre Position immer wieder angepasst – mal aufgestockt, mal reduziert.

Was zu beachten ist

Die Beteiligung von Bill Gates an Deere ist kein persönliches Investment, sondern Teil des Stiftungsvermögens. Die Höhe schwankt mit den Aktienrückkäufen des Unternehmens und den Verkäufen der Stiftung selbst.

Fazit: Die Bill & Melinda Gates Foundation ist einer der größten Anteilseigner von Deere. Für Anleger bedeutet das eine institutionelle Verankerung. Für die Öffentlichkeit zeigt es, wie Stiftungsgelder in reale Wirtschaftsgüter fließen.

Wer stellt John Deere Traktoren her?

John Deere produziert die meisten Traktoren in eigenen Werken. Die Kernproduktion liegt in den USA, vor allem in Waterloo, Iowa. Allerdings gibt es auch Montagewerke in anderen Ländern, um regionale Märkte zu bedienen.

Eigene Produktion vs. Fremdfertigung

Das Unternehmen setzt auf vertikale Integration: Gießerei, Motorenfertigung, Getriebebau und Endmontage finden häufig unter einem Dach statt. Das Waterloo-Werk ist das bekannteste Beispiel. Nur wenige Komponenten werden zugekauft – ein strategischer Vorteil in puncto Qualität und Verfügbarkeit.

John Deere Werke in den USA und weltweit

Neben Waterloo betreibt John Deere Fabriken in Illinois (Moline, East Moline), Georgia, North Dakota und weiteren Bundesstaaten. Internationale Standorte gibt es in Deutschland (Mannheim), Brasilien, Indien und China. Die deutsche Tochter Deere & Company in Mannheim produziert Traktoren für den europäischen Markt.

Fazit: Wer einen John‑Deere‑Traktor kauft, bekommt ein Produkt aus eigener Fertigung. Die Fertigungstiefe ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche.

Zeitleisten-Signal

  • 1837 – John Deere erfindet den selbstreinigenden Stahlpflug und gründet das Unternehmen.
  • 1868 – Das Unternehmen wird als Deere & Company eingetragen.
  • 1914 – Einführung des ersten John‑Deere‑Traktors.
  • 1918 – Kauf der Waterloo Gasoline Engine Company (Wikipedia).
  • 1950er‑1960er – Internationale Expansion, Fabriken in anderen Ländern.
  • 2009 – Bill & Melinda Gates Foundation beginnt mit dem Kauf von Deere-Aktien.
  • 2021 – Bill Gates überträgt Aktien im Wert von 850 Millionen US-Dollar an Melinda French Gates (The Wall Street Journal).

Was ist klar – was bleibt unklar?

Bestätigte Fakten

  • John Deere wurde 1837 gegründet.
  • Hauptsitz in Moline, Illinois.
  • Börsennotiert an der NYSE unter DE.
  • Bill & Melinda Gates Foundation ist Großaktionär.

Was unklar ist

  • Genaue Anzahl der Fabriken weltweit (das Unternehmen gibt keine vollständige Liste heraus).
  • Exakte Beteiligungshöhe von Bill Gates persönlich (nur über die Stiftung bekannt).

Aussagen von offizieller Seite

„Wir sind da, um die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung zu unterstützen.“

– John Deere Unternehmenswebsite

„Das Unternehmen ist der größte Landmaschinenhersteller der Welt.“

– Wikipedia

„Offenlegung der Anteile der Bill & Melinda Gates Foundation.“

– SEC-Einreichung (Agri Marketing)

Die Entwicklung von John Deere zeigt: Aus einer kleinen Erfindung wurde ein globaler Konzern, der heute von institutionellen Anlegern getragen wird. Die Beteiligung der Bill & Melinda Gates Foundation unterstreicht, dass Landtechnik nicht nur eine industrielle, sondern auch eine strategische Asset-Klasse geworden ist. Für Landwirte, die auf zuverlässige Maschinen angewiesen sind, bleibt John Deere die erste Adresse – und für Investoren ein Gradmesser für die globale Agrarwirtschaft. Die Entscheidung: auf die grünen Traktoren setzen, oder angesichts der Konjunkturrisiken lieber abwarten.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß ist John Deere?

Das Unternehmen beschäftigt rund 82.000 Mitarbeiter und erzielte 2022 einen Umsatz von etwa 52 Milliarden US-Dollar. Es ist der größte Landmaschinenhersteller der Welt (Wikipedia).

Welche Traktormodelle bietet John Deere an?

Die Palette reicht von kleinen Kompakttraktoren (Serie 1) bis zu Großtraktoren der Serie 9. Die Modelle unterscheiden sich in Leistung, Ausstattung und Einsatzgebiet.

Gibt es John Deere Händler in Irland?

Ja, John Deere hat ein Netzwerk autorisierter Händler in ganz Irland. Auf der offiziellen Website (deere.ie) können Interessierte den nächsten Händler finden.

Kann ich John Deere online kaufen?

Über den John‑Deere‑Online‑Shop können Kunden Ersatzteile, Zubehör und Kleidung bestellen. Komplette Traktoren werden in der Regel über das Händlernetz vertrieben.

Wie kann ich die Geschichte von John Deere erfahren?

Das John‑Deere‑Museum in Moline, Illinois, bietet eine umfassende Ausstellung zur Firmengeschichte. Auch die Website des Unternehmens hält historische Informationen bereit.

Ist John Deere ein Familienunternehmen?

Nein, Deere & Company ist seit 1868 eine Kapitalgesellschaft (Corporation) und wird von einem Vorstand geführt. Die Familie des Gründers spielt keine operative Rolle mehr.

Wie viele Mitarbeiter hat John Deere?

Weltweit beschäftigt der Konzern rund 82.000 Menschen (Stand 2022). Die Zahl schwankt mit der Konjunktur in der Land- und Baumaschinenbranche.

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